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Archive for Januar 2012

Prof. Michel Chossudovsky

Weitgehend unbeachtet von amerikanischen Medien ist Präsident Barack Obama am 16. Dezember privat und hinter verschlossenen Türen mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammengetroffen. Das Treffen fand am Stadtrand von Washington im Hotel Gaylord in National Harbor im US-Bundesstaat Maryland im Rahmen einer Tagung der amerikanischen Union zur Reform des Judaismus (URJ) statt. Die Bedeutung dieses zeitlich passenden privaten Treffens darf keinesfalls unterschätzt werden. Berichte legen nahe, dass auf dem Treffen zwischen Barack und Barak vor allem über einen amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran gesprochen wurde.

Fortsetzung des Artikels…

Die Zusammenführung konventioneller und nuklearer Kriegführung – CONPLAN 8022

Für die geplanten Angriffe auf den Iran ist es von größter Bedeutung, dass amerikanische Militärdokumente auf die Zusammenführung und Integration konventioneller und nuklearer Waffen und den präemptiven Einsatz von Atomwaffen auf einem konventionellen Kriegsschauplatz hinweisen.

Diese ins Auge gefasste »Integration« konventioneller und nuklearer Waffensysteme wurde erstmals 2003 im Zusammenhang mit CONPLAN 8022 [auch als »Global Strike« bekannt] aufgebracht. Letzteres wird als »konzeptionelle Planung für den schnellen Einsatz nuklearer, konventioneller oder informationstechnologischer Kriegführungskapazitäten zur – falls erforderlich präemptiven –

Zerstörung von in zeitlicher Hinsicht Zielen mit hoher Dringlichkeit« in der ganzen Welt [einschließlich des Irans] bezeichnet.« (Siehe dazu: Michel Chossudovsky, »US, NATO and Israel Deploy Nukes directed against Iran«, in: Global Research, 27. September 2007).

Unter der Federführung des United States Strategic Command (USSTRATCOM) [, das für die Führung, Ausbildung, Verwaltung und Planung aller Atomstreitkräfte aller Teilstreitkräfte der USA zuständig ist,] wurde CONPLAN Anfang 2004 in Kraft gesetzt. (Siehe dazu: Robert S. Norris und Hans M. Kristensen, Bulletin of Atomic Scientists).

CONPLAN öffnet eine militärische Büchse der Pandora, weil es die Grenze zwischen konventionellen und nuklearen Waffen verwischt und so überall auf der Welt präemptiven Einsätzen von Kernwaffen die Tür öffnet.

Es fehlt das öffentliche Bewusstsein

Die »internationale Gemeinschaft« unterstützt einen Angriff auf den Iran im Namen des Weltfriedens. Als Rechtfertigung für ein militärisches Eingreifen, das zu einem nuklearen Holocaust führen könnte, wird dabei behauptet, es ginge darum, »die Welt sicherer« zu machen.

Während man das Ausmaß des Verlustes an Menschenleben und der Zerstörung als Folge der heutigen Kriege etwa im Irak und Afghanistan noch abstrakt erfassen kann, ist die Zerstörung, die mit einem Dritten Weltkrieg einherginge, bei dem »neue Technologien« und fortschrittlichste Waffensysteme (einschließlich von Atomwaffen) zum Einsatz kämen, schier unvorstellbar und erschließt sich erst, wenn er tatsächlich beginnen und Wirklichkeit werden würde.

Die Medienkonzerne beteiligen sich mit voller Überlegung daran, die Berichterstattung über diese Kriegsvorbereitungen zu verhindern. Ein Krieg gegen den Iran und die damit einhergehende Gefahr einer Eskalation tauchen in den Schlagzeilen nicht auf. Die etablierten Medien verzichten auf eine tiefergehende Analyse und Diskussion der Folgen dieser Kriegsszenarien.

Vom Iran geht keine nukleare Gefahr aus. Allerdings geht von dem Militärbündnis aus den USA, der NATO und Israel, die – im Rahmen von CONPLAN – den Einsatz thermonuklearer Waffen gegen ein Land, das nicht über Kernwaffen verfügt, in Erwägung ziehen, eine Gefahr für die weltweite Sicherheit aus.

Wie General Ivashov schon sagte:

»Die Öffentlichkeit soll glauben gemacht werden, dass eine solche Möglichkeit nichts Schreckliches aufweist.« Kernwaffen zählen nun zum »normalen Inventar«.

Aber ein Angriff auf den Iran hätte verheerende Konsequenzen. Die Folge wäre ein offener regionaler Krieg, der sich vom östlichen Mittelmeer bis nach Zentralasien erstreckte und die Menschheit in einen Dritten Weltkrieg führen könnte. Die Regierung Obama stellt eine nukleare Bedrohung dar – und Gleiches gilt auch für die NATO. Und auch die fünf Länder, die eigentlich keine Atommächte sind (Deutschland, Italien, Belgien,die Niederlande und die Türkei), von deren Boden aus aber taktische Atomwaffen unter ihrem jeweiligen Kommando gegen den Iran eingesetzt werden könnten, bilden eine nukleare Bedrohung.

Die israelische Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellt nicht nur eine nukleare Bedrohung, sondern auch eine Gefahr für die Sicherheit des israelischen Volkes dar, das hinsichtlich der Folgen eines amerikanisch-israelischen Angriffs auf den Iran irregeführt wurde.

Die Komplizenschaft der öffentlichen Meinung des Westens, darunter auch Kreise der amerikanischen Friedensbewegung, ist beunruhigend. Bisher wurden auf politischer Ebene keine Bedenken angesichts der zu erwartenden Folgen eines Angriffs seitens der USA, der NATO und Israels auf ein Land, das selbst nicht über Kernwaffen verfügt, erhoben.

Ein solches Vorgehen könnte zum »Undenkbaren« führen: einem nuklearen Holocaust in weiten Teilen des Nahen und Mittleren Ostens. Man sollte noch darauf hinweisen, dass es auch ohne den Einsatz von Kernwaffen zu einem nuklearen Albtraum kommen könnte. Die Bombardierung der kerntechnischen Anlagen und Einrichtungen des Irans mit konventionellen Waffen könnte zu einer katastrophalen nuklearen Verseuchung vom Ausmaß Tschernobyls und Fukushimas führen.

Auszüge aus der Rede des amerikanischen Präsidenten Barack Obama vor der Konferenz der amerikanischen Organisation Union für eine Reform des Judaimus (URJ) am 16. Dezember 2011:

»Ich begrüße den stellvertretenden israelischen Ministerpräsidenten und Verteidigungsminister Ehud Barak. (Applaus) Die Zusammenarbeit zwischen unseren Streitkräften war noch nie so eng, und ich möchte Ehud für seine Führungsstärke und seinen lebenslangen Einsatz für die Sicherheit Israels und die Suche nach einem gerechten und anhaltenden Frieden danken. (Applaus) Eine weitere große Sorge – und eine Gefahr für die Sicherheit Israels, der USA und der Welt insgesamt – ist das iranische Atomprogramm. Und deshalb ist unsere Politik absolut eindeutig: Wir sind entschlossen, zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen kommt. (Applaus) Und aus diesem Grund haben wir, seit ich mein Amt angetreten habe, mit unseren Verbündeten und Partnern [in diesem Punkt zusammengearbeitet] und die bisher umfassendsten und härtesten Sanktionen gegen das iranische Regime beschlossen. Wir haben nicht nur darüber geredet, wir haben auch gehandelt. Und wir werden den Druck weiter erhöhen. (Applaus) Und deshalb können Sie versichert sein, dass wir keine Option ausschließen. Das haben wir deutlich gemacht.

Wir stehen an der Seite unserer israelischen Freunde und Verbündeten, so wie wir es [immer] getan haben, wenn sie uns am dringendsten brauchten. Als eine wütende Menge im September die israelische Botschaft in Kairo bedrohte, arbeiteten wir zusammen, um die Frauen und Männer, die dort arbeiteten, sicher herauszubringen. (Applaus) Und als im vergangenen Jahr Brände in Haifa wüteten, schickten wir Löschflugzeuge, um bei den Löscharbeiten zu helfen. (Applaus)

Aus meiner Sicht haben sich die USA von Durban bis zu den Vereinten Nationen immer an vorderster Stelle gegen Versuche gewehrt, internationale Foren dazu zu benutzen, Israel die Legitimität abzusprechen. Das werden wir auch weiterhin tun. (Applaus)

So stehen Freunde und Verbündete füreinander ein. Lassen Sie niemandem etwas anderes erzählen. Wir waren und wir werden auch weiterhin da sein. Das sind die Tatsachen«.

Zum Schluss noch einige Zitate aus »Auf dem Weg in den Dritten Weltkrieg« in: Global Research, Mai 2011:

»Wenn ein von den USA unterstützter Nuklearkrieg als ›Friedensinstrument‹ deklariert und von den internationalen Institutionen und höchsten Autoritäten, einschließlich der Vereinten Nationen, stillschweigend geduldet und hingenommen wird, gibt es kein Zurück mehr: Die menschliche Gesellschaft ist unumkehrbar auf den Weg zur Selbstzerstörung gedrängt worden.«

Die Welt steht vor einem gefährlichen Scheideweg. Amerika befindet sich auf Kriegskurs. Ein Dritter Weltkrieg ist nicht länger mehr nur ein abstraktes Konzept.

Die USA und ihre Verbündeten bereiten einen Angriff mit Atomwaffen auf den Iran vor, der verheerende Konsequenzen hätte. Dieses militärische Abenteuer gefährdet im wahrsten Sinne des Wortes die Zukunft der Menschheit.

Die Planungen des Pentagon zielen auf Weltherrschaft ab. Streitkräfte der USA und der NATO befinden sich bereits gleichzeitig in verschiedenen Weltregionen im Einsatz. Vorwände für Kriege und »Rechtfertigungen« werden im Überfluss geliefert. Der Iran wird als Bedrohung für Israel und die Welt insgesamt gebrandmarkt. Seit mehr als acht Jahren wird bereits ein Krieg gegen den Iran in den Planungsstäben des Pentagon ausgearbeitet. In der letzten Zeit wurden neuerliche Drohungen und Beschuldigungen gegen Teheran erhoben.

Ein »verdeckter«, insgeheim geführter Krieg hat bereits begonnen. Agenten des israelischen Nachrichtendienstes Mossad befinden sich bereits vor Ort, und CIA-Drohnen fliegen Einsätze. Zur gleichen Zeit versuchen Washington, London, Brüssel und Tel Aviv dem Iran über Destabilisierungsmaßnahmen »diplomatisch, finanziell und wirtschaftlich« zuzusetzen.

Der amerikanische Kongress hat abgestufte Wirtschaftssanktionen erarbeitet:

»›in Washington hat sich ein überparteilicher Konsens zur Behinderung der iranischen Wirtschaft herausgebildet‹. Dies schließt einen Zusatz zum ›Genehmigungsgesetz des Verteidigungshaushaltes 2012‹ ein, der darauf abzielt, ›die iranische Wirtschaft in die Knie zu zwingen‹, indem man es Teheran praktisch unmöglich macht, sein Erdöl zu verkaufen.« (Tom Burghardt, »Target Iran: Washington’s Countdown to War«,in: Global Research, Dezember 2011)

Diese neue Welle diplomatischer Hysterie und die erneute Drohung mit Wirtschaftssanktionen haben auf den Rohölmärkten bereits eine Stimmung der Unsicherheit ausgelöst, die sich auf die Weltwirtschaft verheerend auswirken könnte.

Auch die etablierten Medien erweisen sich im Zusammenhang mit dem angeblichen iranischen Atomprogramm wieder als willfährige Propagandainstrumente und behaupten, es gebe »Aktivitäten, die mit der möglichen Entwicklung von Waffen in Verbindung stünden«.

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Lange Zeit waren Investmentbanker die schillernden Figuren der Bankenszene. Doch die große Zeit der risikofreudigen Finanzjongleure ist vorbei. Gefragt sind heute solide Controller und Juristen – auch aus Kostengründen.

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von Christian Panster
Bankenviertel in Frankfurt: Die Branche sucht neue Fachkräfte. Quelle: dpa
Bankenviertel in Frankfurt: Die Branche sucht neue Fachkräfte. Quelle: dpa

Das war’s. Paul Stevensen* muss seinen Schreibtisch räumen. Er gehört nicht mehr dazu – zu den Investmentbankern, den einstigen Herrschern des Universums. Sein Arbeitgeber, eine große angelsächsische Bank, braucht ihn nicht mehr. Kaum noch Milliardenübernahmen, die es abzuwickeln gilt; zu wenige Börsengänge, die in Krisenzeiten eingefädelt werden müssen. Es gibt nicht mehr genug Platz für Herrscher. Und Stevensen ist nicht allein.

Rund 100.000 Arbeitsplätze wollen die internationalen Finanzkonzerne in ihren Investment-Banking-Abteilungen streichen. Möglicherweise werden es sogar noch mehr. Besonders eifrig wird bei den französischen Banken gekürzt, aber auch in Großbritannien.
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In der Finanzmetropole London dürften einer Prognose des Forschungsinstituts CRBS zufolge allein in diesem und im nächsten Jahr rund 27.000 Stellen wegfallen. Die Sparte werde zwar fester Bestandteil einer Bank bleiben, sagt Stefanie Schulz von der internationalen Personalberatung Michael Page, „die Boomjahre im Investment-Banking allerdings sind vorbei“.

Viele Banken können sich aufgrund der neuen Eigenkapitalanforderungen die teuren Investmentbanker schlicht nicht mehr leisten. Mindestens neun Prozent muss die Eigenkapitalquote der Kreditinstitute künftig betragen, so will es die europäische Bankenaufsicht Eba; die großen Finanzkonzerne, die sogenannten Sifis, müssen sogar noch mehr Kapital vorhalten. Um die Quoten zu erreichen, spart die Branche, wo es nur geht. Beteiligungen werden verkauft, Risiken abgebaut – und Arbeitsplätze gestrichen. „Gerade die europäische Bankenindustrie droht aufgrund ihrer Struktur überproportional von der Regulierung betroffen zu werden“, sagt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann

Gefragt ist in den Banken heutzutage eine ganz andere Spezies Mitarbeiter: Kontrolleure und Risikoexperten. „Spezialisten, die sich mit der Umsetzung der neuen Regeln nach Basel III auskennen etwa“, sagt Personalexpertin Schulz. Lange Zeit eher verlacht in den Banken als Erbsenzähler und weit unten verortet, was Gehalt und Prestige betraf, mittlerweile aber heiß begehrt auf dem Arbeitsmarkt. Denn mit den immer neuen Anforderungen der Bankenregulierer kommt jede Menge Arbeit auf die Branche und ihre Spezialisten zu.
Der Markt ist für Fachleute ist sehr klein

In vielen Banken seien die Abteilungen, die sich mit derlei Dingen befassten, sehr klein, sagt Schulz. Und müssten deshalb jetzt zum Teil deutlich ausgebaut werden. Hinzu kommt, dass der Markt für diese Fachleute sehr eng sei, meint Werner Klein, Bankenexperte bei der Beratungsgesellschaft Hostettler, Kramarsch und Partner.

Die Tausenden Arbeitsplätze, die in den kommenden Jahren im Investment-Banking wegfallen, werden die neuen Stellen allerdings nicht kompensieren. Ob diese Stellen in der näheren Zukunft wieder besetzt werden, ist völlig ungewiss. „Die Branche verändert sich derzeit rasend schnell“, sagt Rolf Tilmes, Professor an der European Business School. „Es gibt mittlerweile extrem hohe Hürden für die Finanzdienstleister – wegen der Regulierung.“ Dabei ist die Finanzbranche in den vergangenen Jahren schon deutlich geschrumpft, insbesondere in Deutschland. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi arbeiten noch 657.000 Menschen für eine Bank oder Sparkasse, im Jahr 2000 waren es noch 775.000. Rund die Hälfte der 120.000 weggefallenen Stellen wurden bei den privaten Banken gestrichen.

Aber wohin führt der Wandel – wie wird die Welt der Banken aussehen, eine Welt, in der die Investmentbanker nicht mehr die uneingeschränkten Herrscher sind? Werden in den Finanzkonzernen künftig überwiegend Risikomanager und Controller sitzen? Nicht nur. „Ein großer Trend für die kommenden Jahre wird sein, dass die Kreditinstitute ihr Kerngeschäft, also das Privatkundengeschäft stärken“, sagt Personalexpertin Schulz. Gute Berater seien gefragt. Und dieser Trend werde auch nachhaltig sein.

Allerdings habe sich das Berufsbild grundlegend geändert, meint Tilmes. Früher war der Beruf des Bankkaufmanns geprägt von einer sehr hohen Kontinuität und Sicherheit. „Heute ist das nicht mehr der Fall.“

*Name von der Redaktion geändert

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Thomas Ritter

Manchmal geschehen noch kleine Wunder. Ein solches erleben gerade die Einwohner des Bezirks Dompu auf der indonesischen Insel Sumbawa. Obwohl etwa drei Mal größer als Indonesiens bekanntestes Touristeneiland Bali, ist das tropische und gebirgige Sumbawa mit etwa 800.000 Einwohnern verhältnismäßig dünn besiedelt. Die meisten Menschen hier leben von der Landwirtschaft und sind überwiegend Selbstversorger. Sumbawa ist in ganz Südostasien für seine Pferde bekannt, Nachkommen der legendären mongolischen Rassen. Die Pferde werden üblicherweise eingesetzt, um Cidomos, Transportkarren, zu ziehen. Noch heute sind die Cidomos ein weit verbreitetes Transportmittel auf Sumbawa.

Doch inzwischen haben nicht nur die Einheimischen, sondern auch Wissenschaftler festgestellt, dass die Sumbawa Ponys noch ganz andere Aufgaben erfüllen können. Die Milch der Stuten ist in der Lage, verschiedene Krebsarten zu heilen. Einheimische Züchter lassen ihre Pferde halbwild aufwachsen. Die Tiere müssen sich ihr Futter im Dschungel selbst suchen. Das ist Tradition, denn es erhöht die Qualität der Milch. Davon ist nicht nur Züchter Junaiddin überzeugt, der aus Saneo stammt, einem kleinen Ort, etwa zehn Kilometer von der Bezirksstadt Dompu entfernt.

Nachdem die Heilwirkung der Stutenmilch von indonesischen Wissenschaftlern bestätigt wurde, formierte sich hier eine Genossenschaft von Pferdezüchtern, die inzwischen mehr als 50 Mitglieder zählt. Sie nennen zusammen über 200 Pferde ihr Eigen, von denen 30 Stuten ausschließlich für die Milchproduktion vorgesehen sind. Dies bedeutet eine Ausbeute von 60 bis 80 Flaschen frischer Stutenmilch täglich. In Saneo wird die Milch für 15.000,— Rupiah (etwa 60 Euro-Cent) pro Flasche verkauft. Je weiter entfernt von den Zuchtgebieten der Verkauf erfolgt, umso teurer wird die Milch. In Mataram, der nächsten größeren Stadt, beträgt ihr Preis schon einmal 100.000,– Rupiah (etwa 7,00 Euro) pro Flasche.

Die Milch der wilden Stuten unterscheidet sich geschmacklich vollkommen von Kuh- oder Büffelmilch. Darüber hinaus weist sie den Vorzug auf, sich bis zu vier Monaten frisch zu erhalten, sofern sie an einem trockenen und kühlen Platz gelagert wird. Die Heilkräfte der Milch entfalten ihre volle Wirkung nach zweimonatiger Lagerung. Inzwischen unterstützt auch die Bezirksverwaltung von Dompu die Farmer bei der Produktion und Vermarktung der Milch. Bereits 2004 wurde Milch aus Saneo vom Bogor Dairy Product Analysis Center getestet. Hierbei stellte sich heraus, dass die Milch sowohl Magen-Darm-Infektionen als auch Magengeschwüre in der Lage war zu heilen. Ihr Genuss hemmt effizient das Wachstum von bakteriellen und viralen Erregern. Eine noch größere Überraschung erlebten die Wissenschaftler jedoch, als klar wurde, dass die Stutenmilch auch Magen- und Darmkrebs zu heilen vermochte.

»Die Analyse zeigte, dass ausschließlich die Milch der Stuten von Sumbawa, speziell aus der Region Dompu, über einen hohen Anteil an natürlichen Antibiotika verfügt, welche den Heileffekt auslösen«, meint Bezirksamtssprecher Wahyuddin. »Dies liegt in den Ernährungsgewohnheiten der Pferde begründet, die verschiedene Heilkräuter aus dem Dschungel ebenso gern verzehren wie ein spezielle Art von Holzwürmern.«

Inzwischen reisen die Farmer von Saneo zu Messen in ganz Indonesien, um ihre Erfahrungen mit anderen Pferdezüchtern zu teilen. Doch es hat sich inzwischen herausgestellt, dass vor allem die Umweltbedingungen von Dompu, Saneo und einigen anderen Orten entscheidend sind für die Produktion der heilkräftigen Milch.

Deshalb zieht es auch immer mehr einheimische und ausländische Besucher auf der Suche nach Heilung oder Linderung ihrer Beschwerden in die 1.800-Seelen-Gemeinde in Zentralsumbawa, sehr zur Freude der Farmer, die durch das Geschäft mit der Stutenmilch nun ihrer Armut entfliehen können.

»Nun können wir die Erlöse unserer Getreideernten zum Kauf von Dingen des täglichen Bedarfs verwenden, während wir mit dem Geld, was wir durch die Milch verdienen, größere Anschaffungen tätigen und die Ausbildung unserer Kinder bezahlen können«, freut sich Pferdezüchter Arifin.

Der Bezirk Dompu liegt in Zentralsumbawa. Er kann entweder mit dem Flugzeug (Fluglinie Merapi) von Bali aus oder per Pkw und Fährüberfahrt via Lombok erreicht werden. Die nicht unbedingt einfache Anreise lohnt sich jedoch auf jeden Fall für alle, die Heilung oder zumindest Linderung ihrer Leiden suchen. Wer zu einer solchen Tour nicht in der Lage ist, kann die Stutenmilch auch in den Apotheken von Denpasar, der Hauptstadt Balis, erwerben. Hier sind dann die Preise allerdings deutlich teuerer als auf Sumbawa.

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Quelle: Jakarta Post, 2. April 2008, S. 8, »Horse milk cures poverty, cancer in Sumbawa«.

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Prof. Michel Chossudovsky

Weitgehend unbeachtet von amerikanischen Medien ist Präsident Barack Obama am 16. Dezember privat und hinter verschlossenen Türen mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammengetroffen. Das Treffen fand am Stadtrand von Washington im Hotel Gaylord in National Harbor im US-Bundesstaat Maryland im Rahmen einer Tagung der amerikanischen Union zur Reform des Judaismus (URJ) statt. Die Bedeutung dieses zeitlich passenden privaten Treffens darf keinesfalls unterschätzt werden. Berichte legen nahe, dass auf dem Treffen zwischen Barack und Barak vor allem über einen amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran gesprochen wurde.

In der israelischen Tageszeitung Haaretz erklärte der politische Analyst Amir Oren, auf diesem Treffen sei Israel möglicherweise »grünes Licht« für einen offenen Krieg gegen den Iran gegeben worden:

»Möglicherweise wird dieses halbstündige Gespräch vom vergangenen Freitag zwischen US-Präsident Barack Obama und Verteidigungsminister Ehud Barak im Hotel Gaylord in National Harbor in Maryland in die israelische Geschichte als der Moment eingehen, in dem Barack O. E. Barak grünes Licht – zum Guten oder Schlechten – für einen Angriff auf den Iran gegeben hat … Geht es hier möglicherweise um eine Art Rückblende und Wiederholung des Treffens zwischen Verteidigungsminister Ariel Scharon und dem amerikanischen Außenminister Alexander Haig im Mai 1982, das in Israel fälschlicherweise den Eindruck erweckte, als hätten die USA dem Angriffskrieg gegen den Libanon zugestimmt? …« (»No sign U.S. has given Israel green light to strike Iran« – Haaretz Daily Newspaper | Israel News)

Nach diesem privaten Treffen versicherte Obama in seiner Rede vor der halbjährlichen Vollversammlung der URJ, »die Zusammenarbeit zwischen unseren Streitkräften [und Geheimdiensten] war noch nie so eng«. Der Präsident unterstrich, der Iran »stellt eine Bedrohung der Sicherheit Israels, der Vereinigten Staaten und der Welt insgesamt dar … Und deshalb ist unsere Politik absolut eindeutig: Wir sind entschlossen, zu verhindern, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen kommt. Und darum haben wir die bisher umfassendsten und härtesten Sanktionen

gegen das iranische Regime beschlossen … Und deshalb können Sie versichert sein, dass wir keine Option ausschließen.« (Eine schriftliche Fassung und ein Video der Rede Obamas auf dem URJ-Treffen vom 16. Dezember 2011 finden Sie hier, Hervorhebungen vom Verfasser)

Droht ein »koordinierter« amerikanisch-israelischer Angriff auf den Iran?

In den vergangenen Wochen waren die amerikanischen Boulevardmedien mit Erklärungen [der amerikanischen Außenministerin] Hillary Clinton und Verteidigungsminister Leon Panettas vollgepflastert, alle Optionen stünden offen. Aber Panetta gab auch zu verstehen, Israel solle nicht im Alleingang gegen den Iran vorgehen und betonte, »jede israelische Militäroperation gegen den Iran muss mit den USA angesprochen sein und darf nur mit deren Zustimmung erfolgen«. (Panettas Erklärung im Saban-Zentrum vom 2. Dezember, zitiert nach: »U.S. Defense Secretary: Iran could get nuclear bomb within a year« – in: Haaretz, 11. Dezember 2011., Hervorhebungen vom Verfasser)

Die Gefahr eines Atomkriegs gegen den Iran

Die Erklärung, man ließe sich alle Optionen offen, deutet darauf hin, dass die USA nicht nur einen Angriff auf den Iran ins Auge fassen, sondern dass bei diesem Angriff auch taktische bunkerbrechende Atomwaffen, deren Sprengkraft zwischen einem Drittel und dem Sechsfachen der Hiroshima-Bombe [etwa 13 Kilotonnen TNT] beträgt, eingesetzt werden könnten. Mit zynischer Ironie wird der Einsatz dieser »humanitären«, »friedensschaffenden« Atombomben, die nach Auffassung im Sold des Pentagon stehender Wissenschaftler »für die in der näheren Umgebung lebenden Zivilisten harmlos sind«, gegen den Iran als Vergeltung und Strafe für sein nicht existentes Atomwaffenprogramm in Erwägung gezogen.

Während der Iran nicht über Atomwaffen verfügt, sind – was nur selten erwähnt wird – in fünf Staaten, die offiziell nicht als »Atommächte« gelten, nämlich in Deutschland [man vermutete zum Beispiel, dass etwa 20 Bomben auf dem Fliegerhorst Büchel beim Jagdbombergeschwader 33 gelagert sind], Belgien, den Niederlanden, Italien und der Türkei – auf verschiedenen Stützpunkten sind amerikanische taktische Atomwaffen stationiert. Dieses Atomwaffenarsenal ist für den Einsatz gegen den Iran vorgesehen.

Die Lagerung und der Einsatz taktischer Atomwaffen vom Typ B61 (Mod 11) sind für Ziele im Nahen und Mittleren Osten gedacht. In Übereinstimmung mit den »NATO-Angriffsplänen« könnten diese bunkerbrechenden Atomwaffen »gegen Ziele in Russland oder Länder im Nahen und Mittleren Osten wie Syrien und den Iran« eingesetzt werden (zitiert nach National Resources Defense Council, Nuclear Weapons in Europe, Februar 2005, Hervorhebungen vom Verfasser).

Während diese heimlichen Atommächte gelegentlich Teheran vorwerfen, Atomwaffen zu entwickeln, ohne dafür allerdings stichhaltige Beweise vorzulegen, verfügen sie selbst über die Möglichkeiten zum Abschuss nuklearer Gefechtsköpfe auf den Iran, Syrien und Russland (siehe dazu Michel Chossudovsky, »Europe’s Five ›Undeclared Nuclear Weapons States‹«, in: Global Research, 12. Februar 2010).

Israelische Atomwaffen sind gegen den Iran gerichtet, es existiert eine gemeinsame amerikanisch-israelische »Koordination« des Atomwaffeneinsatzes. Im Gegensatz zum Iran stellt Israel tatsächlich eine Gefahr für die weltweite Sicherheit dar. Israel verfügt über 100 bis 200 strategische nukleare Gefechtsköpfe, die sich gegen den Iran richten. Bereits 2003 bestätigten Washington und Tel Aviv, dass sie »bei der Entwicklung von aus amerikanischer Produktion stammenden Harpoon-Marschflugkörpern mit nuklear bestückbaren Gefechtsköpfen für die U-Boote der Dolphin-Klasse der israelischen Marine zusammenarbeiten«. (The Observer, 12. Oktober 2003)

Der russische General Leonid Ivashov schrieb dazu:

»Militär- und politische Kreise in Israel haben in aller Offenheit seit Oktober 2006 über die Möglichkeit eines nuklearen Raketenangriffs auf den Iran nachgedacht. Damals wurde diese Möglichkeit sofort von Präsident G. Bush unterstützt. Heute [2007] wird sie in Form einer ›Unumgänglichkeit‹ eines Angriffs mit Atomwaffen vorgebracht. Die Öffentlichkeit soll glauben gemacht werden, dass eine solche Möglichkeit nichts Schreckliches aufweist, sondern ein Atomschlag im Gegenteil durchaus machbar ist. Angeblich gebe es keinen anderen Weg, den Iran zu ›stoppen‹.« (General Leonid Ivashov, »Iran Must Get Ready to Repel a Nuclear Attack«, in: Global Research, Januar 2007, Hervorhebungen vom Verfasser)

Interessanterweise hatte der amerikanische Vizepräsident Dick Cheney bereits zu Beginn der zweiten Amtszeit Bushs unverhohlen darauf hingewiesen, dass der Iran aus Sicht der USA »ganz oben auf der Liste« der Schurkenstaaten stehe, und Israel sozusagen »die Bombardierung für uns übernehmen« würde, ohne dass sich die USA militärisch beteiligen oder dazu Druck auf Israel ausüben müssten.

In diesem Zusammenhang hat der amerikanische Historiker und politische Kenner Michael Carmichael auf die Integration und Koordination der militärischen Entscheidungsprozesse zwischen den USA und Israel in Bezug auf den Einsatz von Atomwaffen hingewiesen:

»Anstelle eines direkten amerikanischen Atomschlages gegen ›harte Ziele‹ ist Israel die Aufgabe übertragen worden, ein koordiniertes Bündel nuklearer Angriffe auf die kerntechnischen Anlagen in den iranischen Städten Natanz, Isfahan und Arak durchzuführen.« (Michael Carmichael, in: Global Research, Januar 2007)

»Alle Option stehen offen«: Was bedeutet das im Zusammenhang mit militärischen Planungen? Die Regeln und Richtlinien der amerikanischen Streitkräfte, die den Einsatz von Atomwaffen betreffen, wurden »liberalisiert«, das heißt im Vergleich zu den Bestimmungen, die in der Zeit des Kalten Krieges galten, dereguliert. Die Entscheidung, gegen Iran taktische Nuklearwaffen einzusetzen, liegt nicht länger in den Händen des Oberkommandierenden, also in diesem Falle Präsident Barack Obamas, sondern ist eine rein militärische Entscheidung. Entsprechend dieser neuen Doktrin sollen das Kommando, die Kontrolle und die Koordination (CCC) hinsichtlich des Einsatzes von Atomwaffen »flexibel« erfolgen, und den Regionalkommandeuren die Entscheidung überlassen werden, ob und wann Kernwaffen zum Einsatz kommen.

Diese neue Nukleardoktrin (DJNO, Doktrin für gemeinsame nukleare Operationen) vom März 2005, die in Washington auch als Joint Publication 3-12 bekannt ist, fordert, man müsse »konventionelle und nukleare Angriffe« einem vereinigten und »zusammengefassten« Kommando und entsprechender Kontrolle (C2) unterstellen. In diesem Dokument werden Kriegsplanungen im Wesentlichen als die Leitung von Entscheidungsprozessen dargestellt, bei denen es darum geht, militärische und strategische Ziele mithilfe unterschiedlicher Instrumente zu erreichen, wobei der als Folge auftretende Verlust an Menschenleben nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Das bedeutet nichts anderes, als dass im Falle eines Angriffs auf den Iran taktische Kernwaffen integraler Bestandteil des Waffenarsenals sein werden.

Vom Standpunkt militärischer Entscheidungsfindungsprozesse aus bedeutet das Konzept »Alle Optionen sind offen«, dass das Militär die Entscheidung über den »effizientesten Einsatz von Gewalt« treffen wird. In diesem Zusammenhang gehören nukleare und konventionelle Waffen, wie es das Pentagon nennt, zum »Werkzugkasten«, aus dem sich dann die Kommandeure die Mittel aussuchen können, die sie unter den jeweiligen Bedingungen ihres Kriegsschauplatzes für geboten halten. (Siehe dazu auch Michel Chossudovsky, »Is the Bush Administration Planning a Nuclear Holocaust?«, in: Global Research, 22. Februar 2006)

»Sobald die Entscheidung für den Beginn einer militärischen Operation einmal gefallen ist (zum Beispiel: Luftangriffe gegen den Iran), haben die Kommandeure des jeweiligen Kriegsschauplatzes einen erheblichen Ermessensspielraum. Dies bedeutet praktisch, dass, sobald die grundsätzliche Entscheidung des Präsidenten gefallen ist, USSTRATCOM in Absprache mit den Kommandeuren vor Ort über die Ziele und die zum Einsatz kommenden Waffen entscheiden kann. Gelagerte taktische Atomwaffen werden nun als integraler Bestandteil des Waffenarsenals auf dem Schlachtfeld angesehen. Mit anderen Worten: Atomwaffen sind nunmehr normaler Bestandteil des ›Werkzeugkoffers‹, auf die man auf einem konventionellen Kriegsschauplatz zurückgreifen kann.« (Michel Chossudovsky, »Targeting Iran, Is the US Administration Planning a Nuclear Holocaust«, in: Global Research, Februar 2006, Hervorhebungen vom Verfasser)

Fortsetzung im zweiten Teil…

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Andreas von Rétyi

Die Mistel, jene alte »Druidenpflanze«, gilt schon lange als mögliches Mittel gegen Krebs. Allerdings hält die Schulmedizin nicht sehr viel von der Misteltherapie – das ist großteils noch bis heute so. Jetzt gibt es allerdings neue Forschungen, die durchaus Positives über die Mistel zu verkünden haben.

Die etablierten Medien verhalten sich oft recht zaghaft, wenn die Sprache auf sinnvolle Alternativen zu den schulmedizinischen Krebstherapien kommt. Zwar werden ab und an sensationell klingende Berichte vermeldet – so etwas macht sich durchaus gut, denn es steigert die Auflage und erleichtert womöglich sogar auch das redaktionelle Gewissen ein wenig. Doch zu viel wäre von Übel. Vor allem für die große Industrie, die mit teuren Chemiepräparaten nicht ganz wenig verdient. Natürlich, da stecken auch enorme Entwicklungskosten drinnen. Nur, das Wesentliche, das ist die Wirksamkeit eines Medikaments. Und wie sieht es auf diesem Gebiet aus?

Zwar hat die Chemotherapie bei einigen Krebsformen durchaus echte und anhaltende Erfolge zu verzeichnen, die nicht von der Hand zu weisen sind, dennoch zeichnet sich ein düsteres Gesamtbild ab, und die Erfolge sind oft mehr der enorm fortgeschrittenen Diagnostik zu verdanken als den traditionellen therapeutischen Maßnahmen. Da nützt auch die hoch gelobte Hochdosistherapie nichts, im Gegenteil, sie nimmt dem Körper auch noch die letzte Chance auf Aktivierung der Selbstheilungskräfte. Ganz anders die Anstrengungen auf dem Sektor der alternativen beziehungsweise komplementären Medizin. Sie alleine bietet gewiss auch kein Patentrezept oder das ersehnte Allheilmittel an. Andernfalls könnten Mediziner unmittelbar darauf zurückgreifen und diese Methode mit hundertprozentiger Erfolgsquote anwenden. Nur bleibt Krebs immer noch ein unwahrscheinlich komplexes Geschehen, das molekularbiologisch und diagnostisch zwar bereits gut erfassbar, therapeutisch aber oftmals schwer oder eben überhaupt nicht in den Griff zu bekommen ist. Illusionen sollten wir uns hier nicht machen. Wenn jedoch der ohnehin schon geschundene und durch Krankheit stark belastete Körper durch chemische Keulen niedergeknüppelt wird, was das Zeug hält, funktioniert bald nichts mehr richtig und am Ende kippt das System. Kein Wunder, wenn dann die Krankheit Oberhand gewinnt.

Schon seit Jahren arbeiten Komplementärmediziner mit Extrakten der geheimnisvollen Mistel. Diese Halbschmarotzerpflanze birgt über tausend Inhaltsstoffe, von denen viele noch nicht einmal richtig analysiert und identifiziert sind. Ungeachtet dessen steht die mysteriöse Pflanze schon lange im so wohltuenden Verdacht, ein wirksames Heilmittel für viele Krebsarten zu sein. Dazu noch in Form relativ preiswerter und auch kaum belastender Therapien. Viele Schulmediziner zeigten sich allerdings von den bisher vorgelegten Ergebnissen kaum beeindruckt, selbst wenn die Bilanzen traditioneller Verfahren eher peinlich ausfallen und nicht unbedingt stolz herumgezeigt werden können.

Wie nun auch Discovery News berichtete, legten Wissenschaftler des Institut Hiscia im Schweizer Arlesheim eine aktuelle Studie vor, die belegt, dass mit einem Mistelpräparat behandelte Krebspatienten faktisch länger leben. Analysen über mehrere Jahrzehnte hinweg zeigen laut Renatus Ziegler und Ronald Grossarth-Maticek bei Eierstock- und Gebärmutterhalskrebs deutliche Vorteile der Therapie mit Viscum Album, der in Europa weit verbreiteten weißbeerigen Mistel. Das Präparat Iscador besteht aus mit Lactobacillus fermentierten Auszügen und erweist sich laut der neuen Studie als lebensverlängernd. Patienten, die zusätzlich zur Standardtherapie auch Mistel verabreicht bekamen, lebten durchschnittlich ein halbes Jahr länger als Vergleichspatienten ohne entsprechende Iscador-Behandlung.

Dr. Gunvar Kienle vom Institut für angewandte Erkenntnistheorie und medizinische Methologie (IFAEMM) in Freiburg befasst sich ebenfalls mit komplementären therapeutischen Verfahren, darunter auch der Mistelbehandlung. Er bestätigt »gute Hinweise darauf, dass Viscum Album die Lebensqualität der Patienten verlängert und bescheidene Hinweise auf eine Lebensverlängerung und Tumorremission bei hoher Dosierung und lokaler Anwendung«. Immerhin. Nicht zu vergessen, dass die Therapie nur begleitend eingesetzt wurde. Bekanntlich haben Patienten nach völliger Abkehr von chemotherapeutischen Verfahren und bei alleiniger Anwendung von Mistelpräparaten trotz vorausgegangener schulmedizinischer »Austherapierung« schließlich überlebt. Dies mögen Einzelfälle sein, doch leider hört man in der Öffentlichkeit nur selten etwas von ihnen. Interessant ist ganz allgemein, dass man von den Überlebenden dann kaum etwas vernimmt, sobald sie mit alternativen Verfahren geheilt wurden.

Vor 25 Jahren schien über die Mistel bereits ein Todesurteil bezüglich ihrer behaupteten Eigenschaft als Krebstherapeutikum gesprochen worden zu sein. Damals, im Jahr 1984, erklärte eine Expertengruppe der Schweizer Gesellschaft für Onkologie, dass eine Wirksamkeit von Iscador gegen beim Menschen vorkommende Krebsformen nicht nachweisbar sei. Rudolf Steiner, der schon 1916 als einer der Ersten auf die positiven Eigenschaften der Mistel hingewiesen und sie als Mittel gegen Krebs erkannt hat, wurde von Kritikern wie Stephen Barrett, einem Mediziner des US-Chemie-Establishments, bereits als Quacksalber und Okkultist hingestellt. Doch ganz so einfach gestaltet sich die Sachlage eben auch hier nicht. Die aktuellen Ergebnisse bestätigen sehr zahlreiche andere, frühere Studien, die eine tatsächliche Wirksamkeit von Iscador oder auch anderer Mistelpräparate in der Behandlung von Krebs zwingend nahe legen.

Nur, eine alte Regel scheint zu besagen: Wenn ein Patient nach alternativer Therapie an Krebs stirbt, so wäre er mit traditionellen Verfahren, sprich: chemische Keule, unzweifelhaft noch zu retten gewesen. Stirbt er aber nach schulmedizinischer Behandlung, was trotz der offiziell hohen Anerkennung der betreffenden Methoden immer noch erstaunlich geschieht, so ließ sich eben wirklich nichts mehr machen – die Krankheit war einfach schon zu weit fortgeschritten! Die Therapie aber war auf jeden Fall die Richtige. Warum wohl?

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Still aber stetig steigern deutsche Unternehmen ihre Umsätze in Asien. Doch eine Handelsblatt-Analyse zeigt: Gerade Dax-Konzerne haben noch Nachholbedarf. Die zweite Reihe der Deutschland AG dagegen zeigt, wie es geht.

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von Ulf Sommer
Der Dax-Konzern Volkswagen schneidet mit Marken wie Audi beim Asien-Umsatz noch vergleichsweise gut ab. Andere Dax-Größen müssen Rückstände aufholen. Quelle: dpa
Der Dax-Konzern Volkswagen schneidet mit Marken wie Audi beim Asien-Umsatz noch vergleichsweise gut ab. Andere Dax-Größen müssen Rückstände aufholen. Quelle: dpa

DüsseldorfChina und die Schwellenländer gelten in der deutschen Wirtschaft als die wichtigsten Märkte der Zukunft. „Hier haben wir gewaltige Möglichkeiten“, sagt der Chef des Henkel-Konzerns, Kasper Rorsted.

Der Topmanager hat das Potenzial erkannt. Doch hat er auch schon genug getan, es zu heben? Nur 14,5 Prozent des Gesamtumsatzes von 7,8 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2011 erwirtschaftete der Markenartikler in Asien.

So wie bei Henkel gibt es bei den meisten der 30 Dax-Konzerne noch Luft nach oben. Sie haben zwar seit 2006 ihre Umsätze in Asien nach Berechnungen des Handelsblatts um 90 Prozent auf durchschnittlich 15 Prozent der Gesamterlöse erhöht.
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Doch das ist wenig im Vergleich zur zweiten Reihe der Konzerne. So kommt etwa Aixtron, der Anlagenbauer für die Halbleiterindustrie, in den Schwellenländern auf einen Umsatzanteil von 90 Prozent.
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Den Nachholbedarf der Dax-Konzerne illustrieren zum Beispiel die 14 Prozent Asien-Umsatzanteil der Post oder der Lufthansa. Diese Größenordnung entspricht nicht einmal dem Anteil der deutschen Exporte nach Asien, der im ersten Halbjahr 2011 bei 16,2 Prozent lag. Noch viel schlechter schneiden der Gesundheitskonzern Fresenius und der Handelsriese Metro ab, die nur 9,4 beziehungsweise 5,8 Prozent ihrer Erlöse in Asien erzielen. Ausnahmen sind der Asien-Pionier Siemens mit einem Umsatzanteil von inzwischen 19 Prozent und VW. Die Wolfsburger verkauften in diesem Jahr mehr als ein Viertel ihrer Autos in China

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